Gartenfachberatung

Unsere Gartenfachberatung unterstützt Pächter bei allen Fragen zu Aufwuchs, Planzen und deren Krankheiten.

Häcksleraktion

Am 3. März fand unsere erste Häcksel Aktion statt.

Ein großer Häcksler hat eine Menge Schnitt klein gemacht, den die Pächter dann gleich wieder mit genommen haben.

Vielen Dank an unsere Gartenfachberaterin, Heike, für die Organisation!

Gartenfachberatung

Unsere Kolonie hat drei Gartenfachberater:

  • Heike
  • Mascha
  • Bianka

Bei Fragen zu Pflanzen, deren Krankheiten, Anbaumöglichkeiten können Sie sich gerne deren fachkräftige Hilfe hinzuziehen.
Bei konkreten Fragen füllen Sie das Konkaktformular aus und einer unser Fachberater wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.

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Wanze

Können Sie sich noch an das Kinderlied „Auf der Mauer , auf der Lauer sitzt ne‘ kleine Wanze“ erinnern? Gemeint sind damit sicher nicht die Bettwanzen, sondern Nützlinge in unserem Garten. Sie fangen sich an zu kratzen. Keine Panik, diese Tierchen tun Ihnen nichts, im Gegenteil.
Ich meine auch nicht die, die Pflanzensäfte saugen und bei uns einigen Schaden anrichten, sondern die Wanzenarten die Körpersäfte von anderen Artgenossen saugen. Mit ihrem Saug- und Stechapparat sind sie sehr erfolgreich. Sie haben solche merkwürdigen Tierchen in Ihrem Garten noch nie gesehen? Kann nicht sein, Sie wußten vielleicht nur nicht, dass es sich um Wanzen, die zur Ordnung der Schnabelkerfe gehören, handelt. Es sind kleine Räuber die Jagd machen auf Blattläuse, Spinnmilben, Zikaden kleine Raupen von Wickler und Gespinnstmotte, Blattsauger, Blutläuse usw. Es gibt ca.50 Raubwanzenarten, wovon einige in unseren Gärten mächtig aufräumen. Zu ihnen Sichel-, Blumen-, Weich- und Baumwanzen. Nehmen wir z.b. die Blumenwanzen, die pro Tag bis zu 100 Spinnmilben aussaugen können. Es gibt unter ihnen kleine zarte Arten, die außer Spinnmilben auch Gallmückenlarven auf ihrem Speiseplan haben. Die größeren Arten unter ihnen haben vorwiegend Blattläuse und Blutsauger in ihr Menü eingeplant.
Mit ihrem kräftigen Rüssel, der unter die Körperunterseite eingeklappt werden kann, erstechen sie ihre Opfer und saugen sie aus. „Klein, aber oho“, ist der „Kleine“Put“ ( Oriens minutus). Er ist zwar nur 2,5 cm groß, aber im Frühjahr schon, bevor die Knospen sich öffnen unterwegs auf Raubzug gegen Spinnmilbeneier. Aber er nimmt auch Spinnmilben, Räupchen, und kleine Blattläuse. Raupwanzen werden heute auch ganz gezielt im gewerblichen Obstanbau mit Erfolg eingesetzt und schützen uns somit vor zuviel Chemie bei gekauftem Obst. Wieder andere sind ganz närrisch auf die Larven des Kartoffelkäfers, Spinnen und Fliegen.
Was fast alle Arten etwas unsympathisch macht, ist ihr Geruch. Bei Gefahr scheiden sie aus ihren Stinkdrüsen ein Sekret aus, Wanzengeruch der sogar andere Insekten töten kann. Eines haben alle gemeinsam, das große Halsschild und zwischen den Deckflügeln ein dreieckiges Schild. Das sich farblich sehr von dem übrigen Körper unterscheidet. Ihre hellgelben Wintereier legen sie in Rindenritzen oder auf die Rinde von Zweigen. Einige Arten überwintern als Ei, einige als Larve, andere als Vollkerf. Manche haben eine Generation, andere wieder 2-3. sie leben im Gebüsch, auf Bäumen, auf Gräsern im Bodenbereich, ja nach Art verschieden. Aber immer im sonnigen Bereich.
Gehen Sie doch mal auf Entdeckungstour mit der Lupe durch Ihren Garten.

Blumenwiese 1

Hallo…
Was macht Ihre Blumenwiese? Sie wollten doch eine anlegen? Haben Sie sich dazu durchgerungen? Nein! Oder meinen Vorschlag mit einem Blumenkübel erst einmal versucht? Wurde Ihr Angebot von den Wildbienen und Faltern angenommen? Wiesenblumen sind wichtige Trachtpflanzen für diese Tiere. An dieser Stelle steht natürlich der Löwenzahn, Sie rümpfen die Nase! Löwenzahn ist für Sie Unkraut, das nicht in den Garten gehört. Das mag aus Ihrer Sicht vielleicht akzeptabel sein. Aber die Wildbienen sind auf ihn im zeitigen Frühjahr angewiesen genauso wie die Gänseblümchen in ihrem Rasen. Vielleicht hilft Ihnen ein Tipp von mir, wie ich es in unserem Garten mache: Sobald die Blüte vorbei ist, entferne ich die sich entwickelnden „Pusteblumen“, bevor sie ihre Fallschirme dem Wind anvertrauen und sich im ganzen Garten und auch beim Nachbarn breitmachen. Wenn es zu viele werden oder wenn sie an ungünstiger Stelle stehen, steche ich einige aus, es bleiben dann immer noch genug als Futterquelle stehen. Das kann ja in einer stillen Stelle im Garten sein. Sein Pollen versorgt 72 Wildbienenarten mit Nahrung und das ist immens wichtig.
Wildbienen brauchen wir als Obstbestäuber, gerade bei kühlem und unbeständigem Wetter. Unsere Hummeln gehören auch in die Gruppe der Wildbienen. Haben Sie das gewußt? Falls Sie lieber Stauden im Kübel haben möchten, auch da gibt es „Hitlisten“ bei den Wildbienen, z.B. die Wiesenflockenblume, davon ernähren sich 39 Arten, der Wiesensalbei versorgt 24, der Natternkopf mit seinen herrlichen blauen Blüten 37 und das orange-gelbe Habichtskraut 32. Aber auch die wilde Möhre und Glockenblumen sind für bis rund 20 Arten reiche Futterquellen. Auch so ein kleiner „wilder Garten“ kann Blickpunkt und Blickfang sein, besonders aus der Sicht der Wildbienen. Sie danken es Ihnen mit einer reichen Obsternte.
Wie ? Sie kaufen Ihr Obst lieber im Supermarkt! Aha! Sie nehmen lieber die tollen, großen und schönen Äpfel, die bis zu 17 mal gespritzt werden, ehe sie in den Handel kommen. Auch alle anderen Obst- und Gemüsesorten sind reinste Chemiedepots. Aber, ja, die halten sich ja auch länger als das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. Fragen Sie sich nicht manchmal warum? Im eigenen Garten lehnen sie Chemie jeglicher Art ab, davon gehe ich mal aus, das ist auch gut so, für Ihre und unsere Gesundheit. Aber warum kaufen Sie viel Chemie mit wenig Obst für teueres Geld im Supermarkt? Sind Sie aktienmäßig an der Chemieindustrie beteiligt? Nein! Warum tun Sie sich das an? Sie sind nicht zu überzeugen? Nun, dann sollte Sie Ihren Garten verkaufen und anderen Platz machen, die sich gesund ernähren wollen. Mit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten, das Sie frischer nicht kaufen können.
Denken Sie mal darüber nach, bis zum nächsten mal
Frisch, ja, aber bei unseren Bodenbelastungen und der Luftverschmutzung, heute nicht mehr unbedingt zu unterschreiben !?!?!

Neupflanzung

Da es so langsam auf den Herbst zugeht und die Gartenkataloge die Briefkästen füllen, wird es Zeit sich Gedanken über eventuelle Neupflanzungen zu machen. Vielleicht mußte ein kranker Baum weichen, der dem Kompost Schatten gespendet hatte. Das wäre eine gute Möglichkeit, um dort einen Holunder ( Sambucus nigra ) zu pflanzen. Er wächst schnell, bietet wieder Schatten , den Insekten eine zusätzliche Nahrungsquelle, den Vögeln Futter für den Winter und die markhaltigen Zweige können geschnitten und gebündelt aufgehangen werden. Sie bieten Unterschlupf für Solitärinsekten. Auch für Sie als Gartenbesitzer bietet er etliches, ob als Saft, Gelee oder als Tee bei Erkältungen.
Oder wie wäre es mit der Blutjohannisbeere ( Ribes sanguineum), ein wunderbarer Frühjahresblüher und Tummelplatz für Bienen, Hummeln und Solitärinsekten. Vielleicht möchten sie auch Ihrer Laube ein grünes Kleid überstreifen. Wie wäre es da mit der Kletterhortensie ( Hydrangea petiolaris), die auch an sehr schattigen Plätzen noch gut gedeiht. Sie ist ein sommergrüner Kletterstrauch, der mit Hilfe von Haftwurzeln das Gebäude langsam erobert. Zum Anfang braucht sie etwas Kletterhilfe. Die weißen Schirmrispen werden bis zu 25 cm breit. Im dichten Blätterwald der Pflanze können Vögel ungestört brüten und ihre Jungen aufziehen .
Es könnte ja auch sein, dass Ihre alte Hecke im Winter ausgefroren ist. Der Sichtschutz am Lieblingssonnenplatz am Rasen ist weg. Bei sonnigem Standort ein idealer Platz für die Blutberberitze ( Berberis thunbergii ‚Atropurpurea‘) . Ein wertvolles Vogelschutzgehölz, durch die bis zu 2 cm langen Dornen. Futtergehölz und Nektarquelle zugleich. Sie wächst dicht und sieht, mit ihrem roten Laub sehr dekorativ aus. Denken Sie bitte an die Schnitthöhe von 1,25 m .
Bei allem was Sie pflanzen möchten, denken sie an unsere heimische Tierwelt, die auf unsere Hilfe angewiesen ist. Schaffen Sie Nischen zum ungestörten Nisten, Brüten und Verstecken.
Viel Spaß beim Blättern und Bestellen, sowie Pflanzen und entdecken.

Winterfest

Sie haben jetzt sicher schon Ihren Garten winterfest gemacht? Haben Sie auch daran gedacht, Gräser und samentragende Stauden stehen zu lassen? Viele Vögel sind dankbar für diese Futterquelle in der kalten Jahreszeit. Auch die Früchte von Berberitze und Heckenrosen werden nicht verachtet.
Ist das Laub alles säuberlich weggefegt? Schade!
Es wäre für die Nützlinge ( Marienkäfer, Regenwürmer, Laufkäfer, Spinnen) eine warme Winterdecke gewesen. Auch das Rotkehlchen sucht in dicken Laubschichten nach Nahrung. Sie haben den Sack noch nicht weggefahren? Nun, dann ganz schnell eine Ecke findet sich bestimmt um noch einen Unterschlupf zu schaffen. Legen Sie ruhig ein paar Zweige darüber, so kann der Wind das Laub nicht durch den Garten wirbeln.
Haben Sie auch an die Nistkästen gedacht? Sie sollten gereinigt in den Winter gehen, in den kalten Nächten werden sie gerne als Übernachtungsquartier von Vögeln genutzt. Man hat schon einmal 16 Zaunkönige morgens aus einem Nistkasten fliegen sehen.
Falls Sie im Winter ein Futterhäuschen aufhängen, denken Sie daran, ein Futtersilo ist sauberer und gesünder für die Vögel. sie verschmutzen nicht ihr eigenes Futter, das zu Krankheiten führen kann. Das Silo ist für die Körnerfresser, Meisenknödel und Nußsäckchen für die Nußknacker unter ihnen ( Kleiber, Buntspecht, Meisen) leicht angefaulte Äpfel, Früchte von Ebereschen, Schlehe, Berberitze, Hagebutten, Feuerdorn für die Weichfresser unter ihnen.
Hat sich Ihr Igel schon selbst ein Winterquartier gesucht? An einer Stelle, wo Sie nicht mit gerechnet haben? Ihm gefiel der Platz besser als die gebaute, von Ihnen gut geplante Behausung. Lassen Sie ihn dort, vielleicht haben Sie noch ein Stück Teichfolie oder Dachpappe übrig und legen sie zusätzlich über das Nest, es schützt vor Nässe. Was macht die Erdkröte aus Ihrem Staudenbeet? sie können noch schnell ein einfaches Winterquartier für diesen Nützling bauen. Heben Sie eine flache Mulde im Beet aus, füllen etwas Laub hinein und legen eine Steinplatte oder eine Holzbohle darüber, das genügt schon.

Computer

Hallo…

In den letzten Wochen konnte man auf vielen Plakaten in Berlin ein kleines Kind von etwa 3-4 Jahren mit der Tastatur eines Computers im Arm sehen.

Ist die Industrie schon soweit und zu suggerieren, das beste Spielzeug und der beste Freund eines Kindes sind die Computer? Erschreckende Aussichten, statt des Teddys oder der Puppe zum Knuddeln und Spielen, kalte Technik im Arm. Wie soll ein Kind Kreativität, Einfühlungsvermögen, Verständnis und Verantwortung auch für die Natur am PC lernen. Die Instinkte für alles Sensible, Empfindliche und Lebendige gehen an kalter Tastatur verloren. (Sinnvoller Umfang, schließt das andere nicht aus!)

Wie wird dieses Kind auf Tiere in der freien Natur reagieren, Stadtkinder suchen ja jetzt schon die lila Kuh auf der Wiese und kennen eine richtige Kuh nicht mehr, geschweige denn konnten sie mal streicheln. Oder einen Schmetterling, eine Raupe, Bienen, Hummeln, Vögel, Frösche, Igel und und ……..

Technik ist wichtig, keine Frage, aber können kleine Kinder ihre Umwelt am PC begreifen lernen, wohl kaum. Wir Erwachsenen sind verantwortlich dafür, wie Kinder später einmal mit seinen Mitmenschen und der Natur umgeht. Wir sollten diese Chance nicht verpassen, sie an die kleine Hand nehmen und ihnen die Wunder der Natur zeigen. Sie ihnen erklären, anfassen und begreifen lassen. Es ist wichtig!

Sie leben nach uns in dieser Welt voller Wunder ( Amen , Halleluja..).

Man sollte Kinder n die Augen dafür öffnen. Die Natur in ihrer Umgebung erklären. Warum und wieso das alles so ist. ( kann man das??)

Auch eine Schlacht mit „Eierpampe“ im Buddelkasten, auf Bäume klettern, und Türmchen bauen gehören dazu. Der Garten ist die beste Schule für all‘ diese Aktivitäten, Entdeckungstouren und Abenteuer. Gehen Sie mit auf Tour und erleben und entdecken mit Ihren Kindern oder Enkelkindern. Es passiert immerzu etwas in der Natur. Später ist immer noch Zeit für einen PC, aber vielleicht nicht mehr für die vielen Wunder der Natur.

Bis zum nächsten Mal

Nisthilfen

Wie sieht es in Ihrem Garten mit künstlichen Nisthilfen für Solitärinsekten aus?
Ich meine jetzt nicht die gekauften, sondern die selbst mit wenig Arbeit hergestellten. Da gibt es viele Anregungen in der Fachliteratur.
Ich möchte Ihnen heute einige vorstellen, die keinen großen Aufwand machen, aber den „wohnungssuchenden “ Insekten sehr helfen und gern angenommen werden.
Es gibt viele Insekten die keine Staaten bilden wie die Bienen, aber für die Bestäubung unserer Obstbäume sehr wichtig sind. Besonders dann, wenn keine Imker in der Nähe sind. Es gibt Solitärbienen, die Hartholzblöcke mit verschiedenen Bohrlöchern (3-10 mm Durchmesser und ca. 10 cm Länge) an einem sonnigen, regengeschützen Platz gern annehmen. Sie sollten auf eine glatte Bohrung achten. Da die Tiere sich sonst die Flügel zerreißen würden und aus diesem Grund den Neubau auch nicht annehmen. Wenn Sie kein Holz haben, geht es auch mit markhaltigen Stängeln, z.B. Schilf, Holunder usw., die man gebündelt an geeigneter Stelle anbringt.
Einige Arten nisten auch in alten Mauselöchern, Höhlen oder im Erdboden. Wenn Sie einen Stein- oder Stubbengarten haben, werden sich sicher schon mal Steinhummeln oder Solitärbienen eingefunden haben. Auch das ist eine Möglichkeit für „Wohnungssuchende“. Haben Sie einer Hummelkönigin schon einmal im Frühjahr zugeschaut, wie sie bemüht ist eine passende Nistmöglichkeit zu finden um ihren kleinen Staat zu bilden. Auch da können Sie ihr hilfreich unter die Flügel greifen. Suchen Sie einen sonnigen, ruhigen Platz im Garten aus, buddeln ein kleines Loch und setzen Sie einen Blumentopf aus Ton ca. 10cm Durchmesser verkehrt herum so ein, das er bündig mit der Erde im Beet abschließt.
Zuvor wird die Stelle unter dem Topf mit Moos und trockenem Gras ausgepolstert.
Über das Wasserabzugsloch des ersten Topfes kommt ein kleinerer Blumentopf, auch verkehrt herum, er muß bündig mit dem unteren Topf abschließen. An der einen Seite des kleinen Tontopfes brechen Sie ein kleines Stück heraus, wie ein kleines Türchen.
Das Abzugsloch des oberen Topfes verschließen Sie mit einem kleinen Stein, damit kein Regen eindringen kann. Danach kann man die Stelle, falls nicht vorhanden noch mit Lungenkraut, Gundelrebe, Mauerpfeffer, Thymian und anderen Futterpflanzen begrünen um die Hummeln an diesen Standort zu locken.
Ich wünsche Ihnen bei diesen „Wohnbauprojekten“ viel Spaß und Erfolg

Haben Sie die Nistkästen für Ihre „nützlichen Helfer “ schon auf gehangen?
Richtig ausgerichtet? Das Flugloch in Südost Richtung und in ca. 2 m Höhe!
Prima! Aber sind sie auch katzensicher?
Es gibt viele Möglichkeiten zur Kletterabwehr und gegen Nesträuber.
Vielleicht versuchen Sie es mit einer Metallmanschette, einem Dornenring oder Stacheldraht, unter oder auch über dem Nistkasten. Oder den Nistkasten frei schwingend in den Baum hängen. Eine Katze wird sich an einem hin- und her wackelnden Nistkasten nicht vergreifen. Man kann ihn zusätzlich mit langen, spitzen Nägeln auf dem Dach und an den Seiten sichern. Auch ein Nistkasten frei im Garten auf einem Standpfahl bietet Schutz, wenn man unter dem Kasten eine umgedrehte Plastikschüssel anbringt. Der untere Rand der Schüssel kann gleichzeitig als Vogeltränke dienen. Wer seinen Garten in Waldnähe hat, sollte zusätzlich am Flugloch einen Metallplatte anbringen um z.B. den Eichhörnchen das Ausräumen zu erschweren.
Nach Beendigung der Brutzeit sollten die Nistkästen mit einem starken Wasserstrahl und Bürste gesäubert werden. Bitte keine Chemie verwenden.
Und für die 2. Brut wieder aufgehängt werden. Auch danach sind die Kästen wieder zu reinigen und anzubringen. Sie dienen vielen Vögeln gerade im Winter als Übernachtungsquartier und Kälteschutz.
Ich wünsche Ihnen gutes Gelingen und recht viele neue „nützliche Helfer“ im Garten.

Bericht Gartenfachberatung 2012

Im vergangenen Jahr war der Jan. noch sehr warm, wir hatten 24 Tage mit Plusgraden am 15. Jan. sogar + 15 Grad. Ab Febr. gab es viel Regen , am 6. Febr. hatten wir Blitzeis, die Temperatur ging runter bis auf -12 Grad . Im März gab es noch nachts – 8 Grad und am Tage +12 Grad, was unseren Aprikosen gar nicht bekam. Die frühe Blüte war dahin, Bäume die in den vergangenen Jahren schon damit Probleme hatten, verabschiedeten sich komplett. Falscher Standort und verschiedene Schaderreger taten ihr übriges.

Der April mit bis zu +23 Grad verlockte zu frühen Aussaaten und vorgezogene Tomaten u. s. w. kamen an die frische Luft, aber es regnete auch sehr viel. Viele verschiedene Pilzarten kamen zum Zuge. an Pfirsich, Aprikose (falls noch vorhanden) und sogar am Apfel fanden wir die Kräuselkrankheit. Felsenbirne und Hollunder schmückten sich mit Mehltau.

Der Luftfrost vom 4. -5. Mai war für Tomaten, viele Jungpflanzen, Gehölze, Wein, Efeu und Obstbäume ein Desaster. Vieles war erfroren, einiges erholte sich wieder, es gab viele Anfragen zu den Korkkraken am Apfel und an Kirschen.

Die Gelbtafeln gegen Kirschfruchtfliege war keine Hilfe, da ist die Forschung mit neuen Sorten gefragt. Birnengitterrost hielt sich in Grenzen, Blutlaus gab es kaum. Die Apfelgespinstmotte war sehr stark vertreten, aber durch sofortiges Rausschneiden und via Müll entsorgt erledigt. das gleiche gilt bei den Euonimusarten.

Den Borkenkäferbefall an Thuja- und Scheinzypressenarten bitte beobachten, es gibt dafür keine Spritzmittel, Gehölze über die BSR entsorgen.

Bei den Pflanzenstärkungsmitteln wird es nach dem neuen Pflanzenschutzgesetz Veränderungen geben. Viele Mittel werden nach 2015 vom Markt verschwinden, da sie nach EU Recht als Pflanzenschutzmittel eine Zulassung beantragen müssen, die sehr teuer ist und kleine Firmen das nicht aufbringen können.

Am 12. Mai 2012 veranstalten wir zusammen mit den Imkern des Südgeländes einen Imkertag

Ab 14 Uhr im Verbandshaus des Bezirksverbandes am Priesterweg. Es sind alle Gartenfreunde eingeladen sich über die Arbeit der Imker und ihrer Bienen zu informieren. Es wird eine Einführung zu dem Thema geben mit Anschauungsmaterial und Schautafeln , anschließend gehen die Imker mit kleinen Gruppen an die Bienenstöcke.

Die Koloniebegehung findet m 9. 6. 2012 ab 10 Uhr in vier Gruppen statt. Denken Sie bei Ihrer Gartenplanung an die kleingärtnerische Nutzung, das wird wieder ein Hauptpunkt sein, auch die niedrigen Hecken nicht zu vergessen.

Die pflanzenschutzliche Gartenbegehung mit Hr. Schmidt vom PSA Berlin findet am 21. 7. 2012 ab 15 Uhr in der Kolonie Sonnenbad statt. Da haben Sie Gelegenheit viel über Schädlinge, Nützlinge und Krankheiten in den Gärten zu erfahren. Laufen Sie mit, es lohnt sich.

Versäumen Sie nicht sich für den Wettbewerb „Berlin summt“ anzumelden. Bis zum 30. Juni haben Sie noch Zeit.

Der Fachgarten des Verbandes ist wieder Samstags geöffnet von 10-12 Uhr. Fachberater stehen Ihnen zur Beratung Ihrer Fragen zur Verfühgung. Kol. Alt-Schöneberg Kornblumenweg 92. Oder Sie kommen am Donnerstag in den Bezirksverband von 17-19 Uhr dort habe ich Sprechstunde.

Ich wünsche Ihnen ein schönes, erfolgreiches Gartenjahr mit vielen Helfern, lassen Sie kein Obst unter den Bäumen verrecken, verarbeiten Sie es und genießen Sie ungespritztes Obst und Gemüse.

Federsack

Hallo Gartenfreunde, einen Moment bitte!

Haben Sie schon einen Federsack für die Vögel zum Nestbau im Garten auf gehangen? N e i n ! Sie kennen so etwas nicht? Da sind die Vögel in Ihrem Garten aber traurig und arm dran. Es ist ganz einfach: Man nimmt einen ausgedienten Zwiebelsack und füllt ihn entweder mit alten Bettfedern, ungefärbten Wollfäden, Moos und ausgekämmten Hundehaare und hängt ihn vor Regen geschützt, für die Vögel sichtbar auf. Dieses Angebot findet viele Interessenten und Abnehmer. Auch das ist wieder eine Möglichkeit etwas für die Nützlinge in unseren Gärten zu tun.

Und noch eine große Bitte: Lassen Sie das Füttern im Frühjahr sein.

Ganz besonders mit Nüssen.

Die Jungvögel brauchen Weichfutter (Raupen, Blattläuse usw.) sie ersticken entweder an den harten Nüssen, oder sie verdursten elendig. Da Nüsse keine Feuchtigkeit enthalten, wie die natürliche Nahrung. Die Altvögel können das nicht unterscheiden, aber Sie als verantwortungsbewußter Kleingärtner.

Die kleinen „Federbälle“ werden es Ihnen danken.